Bubbles, Leerfeld, das Neue, gemeinsam, Diamanten und Wunder
Meine Wahrnehmung und Gedanken dazu
Oft umgeben wir uns mit Menschen, die ähnlich fühlen und denken wie wir oder wir machen Dinge mit Menschen, die Ähnliches mögen wie wir, gleiche Aktivitäten und gleiche Interessen haben. Das ist gut und tut uns auch gut. Gut tut uns aber auch zu realisieren, dass es eine Art Bubble ist, in der wir uns bewegen und dass es ganz viele verschiedene Bubbles auf der Welt gibt und die eigene Realität, respektive Bubble keinesfalls „die Realität“ ist. In letzter Zeit wurde mir das sehr stark bewusst und ich kam auch in Situationen, wo ich Menschen traf, die ganz andere Weltanschauungen und Glaubenssysteme haben. Es gab dabei sehr schöne Momente, wo das einfach Platz hatte, darüber geredet werden konnte und man sich trotz der Verschiedenheit achtete und es einfach stehen lassen konnte. Die Gemeinsamkeit „Mensch und menschlich sein“ stand im Vordergrund und hielt die Verbundenheit aufrecht. Ich spüre in solchen Momenten eine Art Ehrfurcht – oder vielleicht ist Demut das bessere Wort – vor der Vielfältigkeit des Menschseins und auch vor der Tatsache, dass wir alle „die absolute Wahrheit“ nicht kennen, nur auf der Suche danach sind und uns auf verschiedenste Arten eine Art Halt oder Orientierung geben oder gegeben hatten. Das gab und gibt ein Gefühl von Sicherheit und Zugehörigkeit. In diesen aktuellen Zeiten, in denen wir uns befinden, spüre ich fest, dass viele bisherigen Konstrukte und Systeme aufbrechen oder hinterfragt werden und sich eine Weite oder Leere auftut, aus der sich Neues gebären kann. Entweder ruppelt und rüttelt es stark bis heftig bis das Alte abfallen kann oder es wird mehr oder weniger leicht losgelassen, je nach dem wie geübt man im Loslassen bereits ist. Ich fühle mich aktuell auf einer Ebene meines Bewusstseins, wo ich dieses leere Feld spüre im Sinne von einem Gewahrsein, dass sich alles verändern kann und dass das, was ich anstrebe und schon lange gewünscht habe, möglicherweise auch ganz anders kommen könnte. Anders als je gedacht und ohne zu wissen oder zu erahnen wie denn. Ich sehe ein leeres weites Feld vor mir, eine Art Meer, das alle Möglichkeiten in sich birgt und woraus – wenn die Zeit reif ist – sich Neues formen wird, was jetzt noch nicht fassbar ist. Für jeden individuell in seinem Tempo und für die Menschheit, jedes Land, jede Region, jede Gemeinschaft im Kollektiv.
Mögen wir dieses Leerfeld, dieses nicht Wissen, dieses «alles fällt weg und das Neue ist noch nicht da», „aushalten“ im Sinne von damit sein und darin ruhen und warten, bis uns Inspiration und Kreation zufällt und daraus das Neue geformt wird.
Können wir andere Meinungen, Ansichten und Lebensweisen stehenlassen und statt in Trennung zu gehen eine Art Verbundenheit aufrechterhalten, ist dies sicher ein grosser und wichtiger Schritt und Beitrag zum Neuen, das sich für uns formen möchte und das wir formen werden. Wir sind alle unterwegs, wir sind gemeinsam unterwegs. Mögen wir unsere Herzen mehr und mehr füreinander öffnen und den funkelnden Diamanten in jedem erkennen. Dazu braucht es alle, jede und jeden von uns. Denn wenn nur einer den funkelnden Diamanten im anderen sieht, passiert noch wenig, wenn es aber viele sehen, passieren Wunder.