Tanzen als Weg zur Freiheit
Mein persönlicher Weg mit Tanz und wie dich der Weg übers Tanzen in deiner inneren und äusseren Freiheit fördern kann
Meine ersten Erinnerungen ans Tanzen sind die Momente, wo ich mich als Kind unendlich lange zu Musik im Kreis drehte und mich einfach glücklich und frei fühlte. Damals war mir natürlich nicht bewusst, dass das Tanzen Ventil, Heilungs- und Kraftquelle für mich war, aus der ich bis heute immer wieder schöpfen kann. Das Tanzen bringt mich in ein Gefühl von tiefer Verbundenheit mit mir, meinem Körper, dem Leben und der Quelle allen Seins. Über verschiedene Tanz- und Bewegungsformen (u.a. Jazztanz, Orientalischer Tanz, Paartanz, Boogie Woogie Turnier- und Showtanz) stiess ich im 2002 zum Conscious Dance, zu allererst zu den 5 Rhythmen. Ich probierte verschiedene Conscious Dance Richtungen aus und mag es dazu zu tanzen, egal welche Art davon. In 2004 startete ich mit inschwingung selber Tanzmeditationen und freies an Themen orientiertes Tanzen anzubieten. Im 2017 stiess ich auf Azul. Von 2018 bis 2020 absolvierte ich die Teacher-Ausbildung in Azul Conscious Movement bei Amara Pagano. An Azul berührt mich die Tiefe und Vielschichtigkeit der Arbeit im Dienste von Bewusstseinsentwicklung, Wachstum, Verbindung, Menschlichkeit und letztendlich dem Hauptfokus der Liebe über den psychospirituellen Ansatz in Kombination mit unserem Körper und physischen Dasein.
Tanzen ist für mich Lebensfreude, Lebendigkeit, Ausdruck, von dem, was gerade da ist, Psychohygiene, Transformation, Wachstum und Verbindung mit mir, den Mitmenschen und dem grossen Ganzen. Tanzen ist Fliessen mit dem Lebensfluss, Eintauchen in diesen nie versiegenden Bewegungsfluss, selbst in der Stille, leise und sanft. Und es ist ein Weg, der mir ermöglichte, mich über den Körperausdruck Schritt für Schritt in mein freieres Sein auf allen Ebenen zu bewegen. Das Tanzen half mir ganz fest, mutiger, authentischer, selbstbewusster und freier im Ausdruck meiner Selbst zu werden.
Wie tanzen deine innere und äussere Freiheit fördert
Dieser Weg ist auch für dich möglich. Vielleicht denkst du, ich kann nicht tanzen. Ich fühle mich steif, ich weiss nicht, wie ich mich bewegen soll. Was denken die anderen über mich. Ja, das ist gut möglich, dass du dich so fühlst. Es wurde auch von unserer Gesellschaft lange Zeit nicht gerade gefördert, sich frei auszudrücken. Vielleicht war es gerade okay, die Freude zu zeigen, aber auch diese nicht zu überschwänglich. Geschweige denn all die «dunkleren» Emotionen öffentlich auszudrücken. Denn in den Gefühlen liegt Kraft und zu viel Kraft kann auch Widerstand oder Rebellion bedeuten und nicht alles hinnehmen, was vorgegeben wird. Das war und ist zum Teil immer noch von gewissen Systemen, die auf Macht aufbauen, nicht gerne gesehen. Kraft bedeutet auch Eigenverantwortung und Selbstwirksamkeit. Seine Gefühle zu fühlen und sie auch auszudrücken, authentisch und echt zu sein mit dem, was ist, ist aber unendlich wichtig für positive Veränderungen auf der Erde und vor allem auch für deine Wahrnehmung, dein Leben erfüllt zu leben. Auch dein Familiengefüge, indem du aufgewachsen bist, hat dich stark geprägt. Wie waren deine Eltern und Bezugspersonen hinsichtlich Ausdruck deiner Lebendigkeit und der ganzen Bandbreite der Gefühle eingestellt?
Da hast du bestimmt auch Glaubensätze und Muster übernommen. Das Gute ist, du kannst sie erkennen und verändern. Öffnest du dich dem Tanz, zeigen sich diese Glaubensätze und Blockaden so oder so und du musst sie nicht unbedingt verstandesmässig verstehen und bearbeiten, sondern kannst sie über dein Tanzen verändern. Es geht Hand in Hand. Wo nötig, arbeitest du bewusst mit den Dingen, die dich daran hindern, dich so frei und lebendig zu zeigen, wie du wirklich bist oder wie du sein möchtest. Oft reicht auch das Bewegen über den Körper, um Veränderung zu bewirken und freier zu werden. Mit jedem Stück Freisein, das du zurückeroberst, wird auch deine Lebendigkeit grösser und fühlbarer. Dein Gefäss macht sozusagen mehr Platz für das freie Fliessen und Zirkulieren deiner Lebenskraft. Du musst keine Sprünge machen, es geht schrittweise, kleine Schritte hin zu mehr Offenheit und Freisein in deinem Körper und Tanzen. Ein sanfter Weg ist aus meiner Sicht der Weg, der alle Anteile von dir mitnimmt und nicht überfordert. Du kannst vertraut werden mit neuen Bewegungen, zuerst machst du sie vielleicht und sie fühlen sich fremd an. Doch allmählich wirst du merken, dass aus dir heraus eigene Bewegungen entstehen. Dein Körper führt dich, er weiss, wozu er Lust hat und was ihm guttut. Zu diesem Punkt kannst auch du kommen. Manchmal braucht es den ersten Schritt, ohne die Treppe schon zu sehen oder den weiteren Weg zu erkennen. Deine Absicht ist entscheidend und das Annehmen von allem, was sich auf deinem Weg zeigt. Es geht auch spielerisch und leicht. Es muss definitiv nicht schwer sein. Heute können wir Dinge leichter loslassen als vor einigen Jahren.
Ich begleite dich gerne in deinem Tanzen und unterstütze dich, deinen Tanz und Ausdruck zu finden, in Kontakt mit deiner Körperintelligenz zu kommen und dich frei zu fühlen. Glaube mir, es kann so viel Freude machen, einfach frei zu tanzen, wie es gerade aus dir herauskommt, mal sanft und geschmeidig, mal wild und ausgelassen, alles ist richtig und darf sein.